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Pressemitteilung:

Berlin, 30. August 2005

Handwerk warnt vor Kirchhofs Steuer-Modell

Die Debatte über den Flat Tax-Vorschlag von Professor Kirchhof wird mit der größtmöglichen Unredlichkeit geführt.

Eigentlich sagt schon der gesunde Menschenverstand, dass es auf vielschichtige und verflochtene Probleme einer Gesellschaft keine einfachen Antworten geben kann. Patentrezepte mögen in der Theorie und in Computerspielen funktionieren, sie führen zumal in der Politik fast immer in die Irre. Das ist auch bei der "Kirchhof-Steuer" der Fall.

Das Schlimme ist: Jeder, der für das Land politisch verantwortlich handelt, weiß das - bis auf die steuerpolitische Laienspielerin Angela Merkel, ihr Intimfeind Friedrich Merz und der ehemalige Kanzlerkandidat der FDP, Guido Westerwelle.

Nehmen wir ein Beispiel über das Niveau der Debatte:

  • Das deutsche Handwerk lehne die radikale Steuerreform nach den Plänen des ehemaligen Verfassungsrichters Paul Kirchhof strikt ab, so der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer; "nicht einmal Kirchhofs Spitzensteuersatz von 25 Prozent sei für das Handwerk verlockend", berichtete die Financial Times Deutschland am 17. Mai 2004.

  • In einem Interview des Deutschlandradios am 24. August 2005 mit Hanns-Eberhard Schleyer liest sich die Positionierung des ZDH zur "Kirchhof-Steuer" heute wie folgt: "In diesem Zusammenhang (gemeint ist der "Mut zu einem großen Reformentwurf") "gefällt mir das, was Kirchhof mit seiner einheitlichen Flat Tax vorschlägt. Auch wenn es möglicherweise in einem ersten Schritt noch nicht zu machen ist. Aber die Richtung ist richtig."

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