Meldung:
08. Juli 2005
Neues für die Mundpropaganda:
Meister-Bafög – Anstieg um 146% seit 1998
Die Entwicklung im Handwerk läuft – trotz der schwächelnden Binnenkonjunktur – erstaunlich gut. Die Reformen der rot-grünen Regierung im Handwerksbereich – Reform des „Meister-BAföG“ 2002 und das neue Handwerksrecht 2004 – greifen und hinterlassen positive Spuren.
• Mit dem neuen Handwerksrecht gibt es neue Chancen für mehr Umsatz und Beschäftigung. In den neuen meisterfreien Handwerken läuft es wirtschaftlich deutlich besser als in den Handwerken, die dem Meisterzwang weiter unterliegen. Seit dem Inkrafttreten der Handwerksreform am 1. 1. 2004 ist zum ersten Mal seit Jahren ein positiver Gründungssaldo (Neugründungen minus Abgänge) zu verzeichnen – im übrigen nicht nur bei den jetzt meisterfreien Handwerken (+ 37%), sondern auch in den Meisterhandwerken (+ 1,3%) und den alten meisterfreien Handwerken (+ 2,9%).
• Besonders erfreulich ist die Entwicklung beim Meister-Bafög: 1998 lag die Zahl der Empfänger von Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz („Meister-Bafög“) bei 53.967, im Jahr 2004 waren es 133.018, ein Anstieg um 79.051 oder 146%. Die Fördersumme stieg im gleichen Zeitraum von 176,2 Mio. € auf 378,6 Mio. €, ein Anstieg um 202,4 Mio. € oder 120%. Immer mehr Frauen nehmen die Meister-Bafög-Förderung wahr: 31% der Geförderten 2004 waren Frauen, das ist ein Ansteig gegenüber 2003 von 14%. Demgegenüber lag der Anstieg der Förderfälle bei den Männern bei 7%.
Dass diese Zahlen weder dem Zentralverband des deutschen Handwerks noch der wirtschaftsnahen Presse eine einzige Zeile wert sind, ist bezeichnend für das Umfeld, in dem wir den Wahlkampf zu bestehen haben. Umso wichtiger ist in diesen Tagen die bewährte sozialdemokratische Mundpropaganda, mit der wir die Bürgerinnen und Bürger häufig weit effizienter erreichen können.