Pressespiegel:
Gütersloh, 01. Juli 2005
Mehr Zeit für Qualität
Klaus Brandner, MdB, stand den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von GT aktiv im Rathaus Rede und Antwort
Gütersloh (gpr). Mehr Zeit für Qualität – so lassen sich die Wünsche der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen fassen, die im Team der GT aktiv GmbH im Rahmen von Hartz IV für die Bearbeitung und Berechnung des Anspruchs auf „Wirtschaftliche Hilfen“ zuständig sind. Fast alles hat sich in ihrem Arbeitsalltag geändert - von der neuen Organisationsstruktur über die Anzahl der Kunden, die durchweg höher liegt als prognostiziert, bis hin zu Fragen der Dokumentation. Hartz IV und die Umsetzung an der Basis – das ist auch die Belastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die an dem umfangreichen Reformwerk mitwirken.
Ihnen stand jetzt auf Einladung von Bürgermeisterin Maria Unger der Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner, MdB, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion , Rede und Antwort – und erwies sich zunächst einmal, zusammen mit Fred Kupczyk, und Angelika (?) Pötter, beide Geschäftsführer der GT aktiv GmbH als aufmerksamer Zuhörer. Mehr Möglichkeiten, vor Ort zu handeln, weniger große Einheiten – etwa bei Einsatz und Nutzung der EDV, die von der Bundesagentur für Arbeit einheitlich gesteuert wird, wünschen sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und von der lokalen Politik ein Votum zur Übernahme von zwei Teamleiter-Stellen durch die Stadt, was wiederum eine Aufstockung bei der Sachbearbeitung ermöglichen würde. Bei der GT aktiv GmbH ist das knapp kalkulierte und durch unerwartet hohe Fallzahlen arg strapazierte Budget im Moment ausgeschöpft, erklärte Fred Kupczyk.
Von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kamen aber auch weitere Anregungen: reduzierte Öffnungszeiten zugunsten telefonischer Erreichbarkeit und stärkerer Gewichtung auf individuell vereinbarte Termine, würden Zeit schaffen, die teilweise komplexen Anträge konzentriert zu bearbeiten. Mit einer befristeten Stundenaufstockung könnte man den zur Zeit noch steigenden Fallzahlen begegnen.
Klaus Brandner verwies auf den Umfang des Umbauprozesses Hartz IV, der allen ein Höchstmaß an Einsatz abverlange und dankte den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für ihre deutlich spürbare Motivation. Er forderte auf, für die tägliche Arbeit vor Ort, „alle Mittel zu nutzen, die auf Bundesebene für diesen Prozess und die aktive Arbeit an der Basis zur Verfügung gestellt“ worden seien. „Ich weiß, dass hier am Jahresende nicht alle Mittel verbraucht sein werden.“ Er regte auch an, die Instrumente von Outssourcing und die Möglichkeit von Fremdvergaben zu nutzen, um Spitzen abzubauen und damit sich das Personal von GT aktiv GmbH seinen eigentlichen Aufgaben widmen könne. Denn mit dem Team vor Ort stimme er überein: Die Qualität der Arbeit sei wesentlicher Faktor, um den Prozess zum Erfolg zu führen und das Ziel Integration in den ersten Arbeitsmarkt für die Arbeitssuchenden zu erreichen.