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Pressemitteilung:

Berlin, 30. Juni 2005

Die Reformen und der Sommer machen‘s: Im Juni 103.000 Arbeitslose weniger

Anlässlich des deutlichen Rückgangs der Arbeitslosenzahlen im Juni 2005 erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni 2005 ein weiteres Mal beachtlich gesunken. Gegenüber dem Mai 2005 haben wir einen Rückgang um 103.000, sodass die Zahl der registrierten Arbeitslosen derzeit bei 4.704 Millionen beziehungsweise die Arbeitslosenquote bei 11,3 Prozent liegt. Auch der positive Trend bei den Erwerbstätigenzahlen hat sich fortgesetzt: Im Mai 2005 waren mit 38,98 Millionen abermals mehr Menschen erwerbstätig. Wir können ein Plus von 136.000 gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Diese Zahlen zeigen, dass sich die Belebung am Arbeitsmarkt fortsetzt.
Das zeigen auch die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen. Selbst wenn wir saisonale Effekte beiseite lassen und nicht berücksichtigen, dass in den Außenberufen aufgrund des besseren Wetters die Arbeitslosigkeit in jedem Jahr sinkt, ist im Juni 2005 die Zahl der Arbeitslosen real um 23.000 gesunken.
Unsere Arbeitsmarktreformen entfalten also zusehends ihre Wirkung.
- Die JobCenter sind arbeitsfähig und kümmern sich um die Vermittlung und Qualifizierung von Langzeitarbeitlosen. Die Arbeitsagenturen werden weiter modernisiert. Allein bei der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen haben wir einen Rückgang um 19.000. Eine intensive Betreuung hilft, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Jugendliche, die Arbeitslosengeld II beziehen, haben besonders viel Kontakt zu ihrem Betreuer. In den JobCentern haben wir den Betreuungsschlüssel von 1 zu 75 nahezu überall erreicht.
- Im Juni ist die Zahl der freien Stellen weiterhin hoch: Es waren 439.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 134.000 mehr als im Vorjahr. Das zeigt ganz deutlich, dass das Vertrauen der Arbeitgeber in eine bessere und zielgenaue Vermittlungsaktivität der Bundesagentur für Arbeit gestiegen ist.
Aber Psychologie und Vertrauen sind nicht nur bei der Bundesagentur für Arbeit wichtig. Derzeit geben die Wirtschaftsindikatoren trotz des hohen Ölpreises Anlass zum Optimismus: Nach dem ersten, erfolgreichen Quartal 2005 mit einem Wachstum von einem Prozent, scheint die Konjunktur weiter anzuziehen. Das zeigt auch der Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Juni 2005 erstmals seit fünf Monaten wieder stieg und auf 93,3 Punkte geklettert ist. Die Unternehmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft.
Die vom Statistischen Bundesamt ermittelte und international vergleichbare Arbeitslosenquote der IAO (Internationale Arbeitsorganisation) ermittelt die Arbeitslosenzahl mit einem Monat Verspätung, macht aber bereits für den Mai 2005 einen saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosigkeit um 150.000 aus. Nach dem IAO-Standard liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 4,06 Millionen beziehungsweise bei einer Quote von 9,2 Prozent.


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