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Pressemitteilung:

Berlin, 31. Mai 2005

Belebung am Arbeitsmarkt – Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Mai um 161.000

Zum Arbeitsmarkt im April 2005
Zu den Arbeitsmarktzahlen für Mai 2005 erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai um 161.000 zurückgegangen. Die Zahl der Erwerbstätigen im April ist um 183.000 gestiegen. Diese beiden Zahlen machen die Belebung am Arbeitsmarkt deutlich. Diese wird sich in den nächsten Monaten fortsetzten.

Neben den für den Mai typischen saisonalen Effekten deutet der im Vergleich zu den Vorjahren überproportional starke Rückgang der Arbeitslosenquote auch auf strukturelle Verbesserungen hin:

• Der verhältnismäßig starke Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit lässt sich nämlich nicht allein auf das bessere Wetter im Mai zurückführen. Während die Arbeitslosenquote insgesamt um 0,4 % auf 11,6% zurückgegangen ist, liegt die Arbeitslosigkeit bei den unter 25jährigen mit 11,3% um 0,9 % niedriger als die Aprilquote. Unsere gezielten Aktivitäten für die Jugendlichen entfalten also ihre Wirkung.
• Die Zahl der freien Stellen ist weiter angestiegen: Im Mai waren 442.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 123.000 mehr als im Vorjahr. Das zeigt ganz deutlich, dass das Vertrauen der Arbeitgeber in eine bessere und zielgenaue Vermittlungsaktivität der Bundesagentur für Arbeit gestiegen ist.
• Psychologische Faktoren spielen auch im Bereich der konjunkturellen Entwicklung eine wichtige Rolle: Im 1. Quartal 2005 führt Deutschland mit 1 % Wachstum die EU an. Von Schlusslicht oder Roter Laterne kann also gar keine Rede sein. Hier muss das Vertrauen weiter wachsen. Dann wird sich auch diese positive konjunkturelle Entwicklung in mehr Arbeitsplätze niederschlagen.

Diese Entwicklungen machen deutlich, dass unsere Reformen nun Schritt um Schritt ihre Wirkung entfalten.

Wir werden nicht mit geschönten Arbeitsmarktzahlen in den Wahlkampf ziehen, sondern mit ehrlichen und aussagekräftigen Arbeitsmarktzahlen. 360.000 Menschen sind durch Hartz IV nun vollständig in der Statistik erfasst und tauchen in den monatlichen Arbeitsmarktzahlen auf. Diesen Effekt haben wir gewollt und wir werden ihn nicht durch Wahlkampf-ABM à la Kohl zunichte machen. Mit 150.000 Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose sind wir dem Verdacht der Statistikschönung nicht ausgesetzt.

Auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist das Engagement der Arbeitgeber gefragt - bei in etwa gleichbleibender Zahl der Bewerber hat sich im Mai das Angebot freier Ausbildungsplätze mit 370.000 gegenüber dem Vorjahr verringert. Diese Entwicklung muss sich bis zum Beginn des Ausbildungsjahres im September umkehren.

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