Pressemitteilung:
Berlin, 12. Mai 2005
Betriebsrätekonferenz erfolgreich
Die vor drei Jahren von Klaus Brandner und Franz Müntefering ins Leben gerufene Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion im Berliner Reichstag ist heute eine feste Größe im politischen Kalender. Davon zeugen nicht nur die steigenden Besucherzahlen, sondern auch die große Resonanz unter Berliner Spitzenpolitikern und Experten. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, Partei- und Fraktionsvorsitzender Franz Müntefering, Generalsekretär Klaus-Uwe Benneter, DGB-Chef Michael Sommer, Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Gustav Horn – sie alle suchten den konstruktiven und anregenden Austausch mit den mehr als 400 Interessenvertretern aus der Praxis.
Neben dem Dialog zwischen Politik und Betrieb standen die Ausführungen der Experten zum Thema „Industriepolitik - in Deutschland und Europa“ im Mittelpunkt. Franz Müntefering und Klaus Brandner erläuterten die Ausrichtung sozialdemokratischer Industriepolitik: „Nur mit attraktiven Bedingungen für Forschung und Entwicklung, für Investitionen und Produktion, für Finanzierung und Verkauf“, so Brandner, „schaffen Firmen an Standorten in Deutschland und Europa dringend benötigte Arbeitsplätze. Die internationale Vernetzung wird immer intensiver. Umso wichtiger ist es, die nationalen Spielräume zu nutzen und insbesondere auf europäischer Ebene Industriepolitik aktiv zu gestalten, damit unsere hohe Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt. Deutschland ist ein starker Industriestandort. Das zeigen nicht nur die erfolgreichen Exportzahlen.“
Klaus Brandner hob die große Bedeutung der Betriebsrätekonferenz als Ort des konstruktiven Austauschs hervor. Die große Herausforderung der Globalisierung ließe sich nur durch starke Vertreter der Arbeitnehmerinteressen und starke handlungsfähige Gewerkschaften meistern. Die Betriebsrätekonferenz habe gezeigt, dass vor dem Hintergrund des Standortwettbewerbs insbesondere diejenigen Unternehmen erfolgreich seien, die ihre Beschäftigten nicht nur unter Kostengesichtspunkten betrachten, sondern auf Qualität setzten. „Es ist deutlich geworden, dass es nicht auf billiger, sondern auf besser ankommt. Das gilt nicht nur für Waren und Dienstleistungen, sondern gerade und besonders für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Klaus Brandner in seinem Schlusswort.
Auch die Betriebs- und Personalräte aus dem Kreis Gütersloh zogen ein positives Fazit. Norbert Oetter, Betriebsratsvorsitzender bei den Rietbergwerken und Erhard Galetzka, Betriebsratsvorsitzender bei Güth und Wolf, konnten viele Anregungen aus Berlin mitnehmen und gleichzeitig die Situation im Betrieb vor Ort direkt schildern.