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Pressespiegel:

22. März 2005
REUTERS vom 2005-03-22 11:11

SPD-Experte Brandner erwartet für März weniger Arbeitslose

Berlin, 22. Mär (Reuters) - Trotz der ungewöhnlich kaltenWitterung rechnet der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner für den laufenden Monat mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen. 'Die Zahlen gehen im März nach unten', sagte der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei auf den allmählich greifenden Umbauprozess der Bundesagentur für Arbeit (BA) zurückzuführen. 'Es zeigt sich deutlich, dass die Vermittlungsaktivitäten an Gewicht gewinnen.' Die BA legt am Donnerstag kommender Woche die Arbeitsmarktbilanz für März vor. Im Februar war die Arbeitslosenzahl auf 5,216 Millionen gestiegen und hatte damit das Nachkriegshoch vom Januar nochmals übertroffen. Im März fallen die Arbeitslosenzahlen in aller Regel im Vergleich zum Februar saisonbedingt, weil üblicherweise mit dem Auslaufen des Winterwetters die Beschäftigung in den Außenberufen wieder steigt. Dieses Jahr könnte dieser Effekt auf Grund der kalten Witterung im März nach Einschätzung von Experten aber geringer ausfallen. Zudem ist offen, ob sich die Zahl der neu in der Arbeitslosenstatistik erfassten Sozialhilfeempfänger im März nochmals erhöht hat. Für das Überschreiten der Fünf-Millionen-Marke macht die rot-grüne Regierungskoalition einen Statistik-Effekt der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Zuge der Hartz-IV-Reform verantwortlich. Seit Jahresanfang sind nach Angaben der BA etwa 370.000 ehemalige Sozialhilfebezieher neu in der Arbeitslosenstatistik erfasst. BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise hatte bei Bekanntgabe der Februar-Zahlen Anfang März gesagt, diese Zahl könnte sich noch erhöhen, da etwa 76.000 ehemalige Bezieher von Sozialhilfe in den Optionskommunen - also den Kommunen, die Bezieher des neuen Arbeitslosengeldes II in eigener Regie betreuen - noch nicht in der Arbeitslosenstatistik berücksichtigt seien.

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