Meldung:
28. Januar 2005
"Den Aufschwung stärken - Strukturen verbessern"
Jahreswirtschaftsbericht 2005
Modernisierung des Landes auch 2005
2004 war das Jahr der Reformen. Mit der Agenda 2010 haben wir das umfassendste wirtschaftspolitische Reformkonzept in der Geschichte der Bundesrepublik umgesetzt. Im Jahreswirtschaftsbericht werden folgende Ziele und Aufgaben für das Jahr 2005 benannt:
- Arbeitsmarktreformen weiter umsetzen: Ein Schwerpunkt dabei ist der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Jedem jungen Menschen bis 25 Jahren wird ein Ausbildungsplatz, eine Weiterbildung oder ein Arbeitsplatz angeboten.
- Reform der Sozialen Sicherungssysteme: Die Lohnnebenkosten sind auf unter 40 Prozent zu bringen, im Moment betragen sie über 50 Prozent.
- Bürokratieabbau voran treiben: Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dazu wird die Bundesregierung unter anderem die Vergabeverordnung novellieren und das "Gesetz gegen Wettbewerbbeschränkungen" an europäische Maßstäbe anpassen.
- Reform von Bildung und Forschung: Die Mittel dafür werden von 2,5 auf drei Prozent des Bruttoinlandproduktes steigen. Dazu sind Subventionen, wie die Eigenheimzulage, zu streichen.
- Mittelstandsförderung
- Wachstumskerne in Ostdeutschland stärken
Die Projektion des Jahreswirtschaftsberichts 2005 in Zahlen und Daten:
Wirtschaftliches Wachstum 2005:
- Spanne zwischen 1,5 und 2,0 Prozent, wir rechnen mit 1,6 Prozent
Lage auf dem Arbeitsmarkt:
- Aktuell: Außerordentlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund saisonaler und vor allem statistischer Hartz IV-Effekte,
- Projektion: Rund 50.000 plus im Jahresdurchschnitt ohne statistische Hartz IV-Effekte, rund 150.000 plus im Jahresdurchschnitt mit Hartz IV-Effekten (allerdings nur schwer quantifizierbar); rund 200.000 minus im Jahresverlauf.
- Erwerbstätige: rund 300.000 plus im Jahresdurchschnitt.