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Pressemitteilung:

Berlin, 04. Januar 2005

Arbeitsmarktbilanz für 2004 besser als erwartet

Winter lässt Arbeitslosenzahlen im Dezember leicht ansteigen
Die Wintermonate sind in der Bundesrepublik, ebenso wie andernorts auch, von Entlassungen geprägt. Im Dezember 2004 war darum die Arbeitslosigkeit mit 4,46 Mio. Personen beziehungsweise einer Arbeitslosenquote in Höhe von 10,8 Prozent leicht höher als im Vormonat. Das bedeutet einen saisonbereinigten Anstieg um 17.000 gegenüber November 2004.

Der Rückblick auf das Jahr 2004 zeigt jedoch, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt weitaus besser war als uns viele Schlechtredner haben Glauben wollen. Zwar waren in 2004 im Jahresdurchschnitt gegenüber 2003 rund 4.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, allerdings ist die Zahl der Erwerbstätigen in 2004 erstmals seit drei Jahren gestiegen.

Mit 38,44 Mio. Beschäftigten im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Erwerbstätigen um nahezu 130.000 Personen über dem Niveau von 2003. Das ist auch ein Erfolg unserer Arbeitsmarktreformen. Durch Ich-AGen und Minijobs wurde sowohl die Schwarzarbeit zurückgedrängt als auch die „Stille Reserve“ aktiviert. In 2004 gab es mit 4,76 Mio. rund 360.000 mehr Minijobs als im Vorjahr. Allein im Bereich der Haushaltsdienstleistungen hat die Zahl der Minijobs von 30.000 auf 60.000 zugenommen. Damit wurden vermutlich viele bislang illegal ausgeübte Tätigkeit nun endlich gemeldet. Ähnliches gilt für die Ich-AGen: Im letzten Jahr konnten sich rund 125.000 mehr Personen als im Vorjahr dank dieses Instrumentes selbständig machen.

In 2004 entstanden neue Stellen vorrangig im Servicebereich. Beschäftigungsverluste gab es in Industrie, Bau und Landwirtschaft. Hier hat sich allerdings der Stellenabbau deutlich verlangsamt. Ein Ende des Stellenabbaus ist vor allem bei mittelständischen Unternehmen in Sicht. Der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) sagt, dass die meisten mittelständischen Betriebe ihren Mitarbeiterbestand in 2005 halten werden.

Diese Befunde sollten uns optimistisch ins neue Jahr blicken lassen, zumal die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sich schon im Vorfeld bemerkbar machte und weitere Verbesserungen für Langzeitarbeitslose bringen wird. Bereits im Dezember 2004 lagen die Arbeitslosmeldungen von Sozialhilfebeziehern mit 27.000 um 12.000 höher als vor einem Jahr. Rund 125.000 Empfänger von Arbeitslosenhilfe haben bis zum Jahresende eine Beschäftigungs- oder Integrationsmöglichkeit angenommen. Rund 85.000 taten dies mit Hilfe einer gemeinnützigen Arbeitsgelegenheit. Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente für die ALG II–Bezieher haben damit einen ersten Testlauf erfolgreich absolviert. Da die Einführung des Arbeitslosengeldes II am gestrigen Montag weitgehend reibungslos über die Bühne ging, sollten wir voller Zuversicht und mit weiterhin viel Engagement das neue Jahr beginnen.

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