Meldung:
Berlin, 26. Oktober 2004
Bilanz des Workshops
Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten – Eine Brücke in den Arbeitsmarkt
Der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, bilanziert Ergebnisse des Workshops "Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten - Ausgestaltung und Einsatzfelder":
Unser Workshop hat mit vielen Vorurteilen aufgeräumt: Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten sind weder ein Zwangsinstrument noch eine Konkurrenz für reguläre Beschäftigungsverhältnisse. Projekte von Wohlfahrtsverbänden, Arbeitsloseninitiativen sowie Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften aus der ganzen Bundesrepublik haben gezeigt, wie vielfältig das Instrument bereits jetzt eingesetzt wird. Wir können viel an Expertise und an Ideen für die Umsetzung vor Ort mitnehmen.
Durch eine gute lokale Verankerung der Träger und eine genaue Prüfung werden Gemeinnützigkeit und Zusätzlichkeit der Arbeitsgelegenheiten sichergestellt. Dies ist Bedingung, damit die Arbeitsgemeinschaften oder Optionskommunen die Beschäftigungsgelegenheiten genehmigen.
Die gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten müssen im Zusammenhang mit den anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, die ab dem 1. Januar 2005 für Langzeitarbeitslose zur Verfügung stehen, gesehen werden. Darauf wies der stellvertretende Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Dr. Ulrich Walwei, hin.
Wer einen Zusatzjob hat, erhält weiterhin Arbeitslosengeld II und zusätzlich eine so genannte Mehraufwandsentschädigung in Höhe von ein bis zwei Euro je gearbeiteter Stunde. Je nach Stundenzahl und Bedürftigkeit kann hier durchaus ein Betrag zwischen 850 und 1.000 Euro erreicht werden.
Die Qualifizierung der Teilnehmenden wird durch eine so genannte "Overhead"-Pauschale an den Träger gewährleistet. Von rund 300 Euro pro Teilnehmer und Monat werden Verwaltungskosten und Qualifizierungselemente bezahlt.