Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Termine

21. Mai 2012 - 25. Mai 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
11. Juni 2012 - 15. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
25. Juni 2012 - 29. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin


Hauptinhaltsbereich

Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 01. September 2004
Brandner und Boden appellieren an Unternehmen und Verwaltungen

Praktikumsplätze für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bereit stellen

Im Kreis Gütersloh fehlen auch mit Beginn des Ausbildungsjahres 2004/2005 noch Ausbildungsplätze für junge Leute. Im Bereich der Agentur für Arbeit Bielefeld/Gütersloh allein rd. 2.000 Ende Juli. Erfolglose Ausbildungsplatzsuche trifft junge Menschen in einer entscheidenden Phase ihrer persönlichen Entwicklung. Ein durch fehlende Ausbildungsplätze misslungener Einstieg in die Arbeitswelt birgt die Gefahr von Orientierungs- und Perspektivlosigkeit sowie von gesellschaftlicher Isolation.
Angesichts der prekären Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist der Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaft vereinbart worden. Die Wirtschaft hat sich verpflichtet, über die jährlich 30.000 Ausbildungsplätze hinaus jeweils 25.000 zusätzliche Plätze für betrieblich durchgeführte Einstiegsqualifizierungen zur Verfügung zu stellen.

Klaus Brandner, der dieses Programm wesentlich mit angeregt hat, fordert die Unternehmen im Kreis auf, Praktikumsplätze für Jugendliche bereit zu stellen. Gemeinsam mit SPD-Landratskandidatin Ulrike Boden hat er Betriebsräte aus dem Kreis gebeten, sich für dieses Programm einzusetzen. Noch für dieses Jahr hat der Bund rd. 11 Millionen Euro bereit gestellt. Insgesamt stehen für dieses auf drei Jahre angelegte Sonderprogramm knapp 270 Millionen Euro aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit bereit.
Das Programm startet am 1. Oktober und dient vor allem der Versorgung von Bewerbern mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven. Das heißt, Jugendliche, die auch jetzt in den Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz erhalten, können über diese Einstiegsqualifizierung eine Brücke in die Berufsausbildung finden. Im Einzelnen wird die Einstiegsqualifizierung durch Erstattung der Praktikumsvergütung von bis zu 192 Euro monatlich und Übernahme des gesamten Sozialversicherungsbeitrags von 102 Euro im Monat gefördert. Voraussetzung dafür ist, dass Arbeitgeber und Jugendlicher einen entsprechenden Vertrag schließen und der Arbeitgeber einen Antrag auf Leistung nach diesem Sonderprogramm bei der Agentur für Arbeit stellt. Die Förderdauer ist abhängig von der tatsächlichen Dauer der Einstiegsqualifizierung und beträgt höchstens 12 Monate. Die Leistungen werden jeweils für den zurückliegenden Monat ausgezahlt.

Klaus Brandner: „Die Einstiegsqualifikationen sind ein bedeutender Teil des Ausbildungspaktes. Ich setze darauf, dass alle Verantwortlichen in Unternehmen und Verwaltungen beharrlich daran arbeiten, dass alle Jugendlichen im Kreis ein Angebot auf Ausbildung oder Qualifizierung erhalten.“
Neben den unverminderten Anstrengungen für mehr Ausbildungsplätze legt Ulrike Boden insbesondere Wert auf Beachtung derjenigen, die individuell und sozial benachteiligt sind. „Es kann nicht sein, dass Jahr für Jahr rd. 1.000 junge Menschen hier im Kreis Gütersloh nicht angemessen ausgebildet oder beschäftigt werden. Für einen Teil dieser Jugendlichen können die Praktika des EQJ-Programms ein wertvoller Einstieg sein.“ In den nächsten Tagen werden die zwischen Industrie und Handwerk und der Agentur für Arbeit abgestimmten Richtlinien, Ausführungsbestimmungen usw. vorliegen. Interessierte Betriebe erhalten diese Informationen bei ihren Kammern und über die Agentur für Arbeit.

Zum Seitenanfang