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Pressemitteilung:

06. Juli 2004
Zu den Arbeitsmarktzahlen für Juni 2004

Entspannungstendenzen am Arbeitsmarkt

Zu den Arbeitsmarktzahlen für Juni 2004 erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundstagsfraktion, Klaus Brandner:
Der Arbeitsmarkt verzeichnet im Juni einen saisonbedingten Rückgang der Arbeitslosenzahl um 60.000 gegenüber Mai auf 4,233 Millionen. Das Minus ist im Vergleich zum Vorjahr um 25.000 ist überwiegend auf eine Reform der Statistik zurück zu führen. Immerhin ist die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen erstmals in diesem Jahr gesunken (minus 1.000). Das ist zwar bei Leibe kein Grund zum jubeln, aber doch ein Zeichen der Entspannung. Die Entlassungen werden weniger.
Der Arbeitsmarkt hinkt der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Die neuesten Prognosen für das Wirtschaftswachstum (DIW, IWF) zeigen hingegen eine stärkere Dynamik mit 1,8 Prozent in diesem und zwei Prozent im nächsten Jahr. Der Maschinenbau, eine der wichtigsten Industriezweige, erwartet sogar ein kräftiges Plus von vier Prozent schon in diesem Jahr. Das wird spätestens zum Jahresende zu Neueinstellungen führen.
Die Arbeitsmarktreform ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Sie wird dafür sorgen, dass das Wirtschaftswachstum auch tatsächlich in neue Stellen umgesetzt wird. Eine verbesserte und effizientere Arbeitsvermittlung ist das Kernstück, aber auch die persönliche Betreuung durch Fallmanager für Langzeitarbeitslose wird nach Erfahrung in anderen Ländern dazu beitragen, dass keine Gruppe ausgegrenzt wird. Als ersten Schritt werden wir uns auf den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit konzentrieren. Jeder Jugendliche wird ein Angebot für eine Ausbildung, Arbeitsstelle oder gegebenenfalls arbeitsmarktpolitische Maßnahme erhalten. Hinzu kommt der Ausbildungspakt. Auch wenn wir im Moment noch eine größere Lücke bei den Ausbildungsplätzen haben, ist hier eine deutliche Verbesserung klar vorgezeichnet.
Schließlich werden wir danach auch noch gezielte Fördermaßnahmen für Ältere prüfen. Auch das ist Bestandteil der Hartz-Reform, muss aber in der Praxis erst noch seine Wirkung entfalten.

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