Pressemitteilung:
Berlin, 09. Juni 2004
Zum Konjunkturbarometer des DIW
Quartalszahlen sind ermutigend
Zum Konjunkturbarometer des DIW erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Die Schätzungen des DIW zu den Wachstumszahlen des BIP für das zweite Quartal sind sehr ermutigend. Nach dem Wachstum im ersten Quartal von 0,4 Prozent und der prognostizierten Wachstumszahlen von 0,6 Prozent für das zweite Quartal zeigt sich immer mehr, dass die Wachstumsprognose der Bundesregierung von 1,5 Prozent für dieses Jahr realistisch ist und die Zahl mindestens gut erreicht werden dürfte.
Dafür sprechen auch die letzten harten Konjunkturindikatoren. Erst im April sind die Exporte saisonbereinigt um 5,2 Prozent gestiegen. Der Exportsektor bleibt eine Wachstumsstütze. Aber auch die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe stieg im April um 2,2 Prozent. Positiv ist besonders zu beurteilen, dass die Hersteller von Investitionsgütern den zweiten Monat in Folge ein Plus meldeten, diesmal in Höhe von 2,5 Prozent. Für eine Fortsetzung des Trends sprechen die Anstiege bei den Auftragseingängen. Einer der wichtigsten Industriezweige, der Maschinenbau hat soeben seine Prognose für seinen Bereich auf vier Prozent Wachstum in diesem Jahr erhöht und zwar von zwei Prozent. Die realen Zahlen sind also auch im zweiten Quartal besser als die allgemeine Stimmung. Wir sollten endlich aufhören, unsere eigenen Leistungen nur schwarz zu malen. Der Konjunkturverlauf ist durchaus typisch, so dass damit zu rechnen ist, dass der positive Trend im Jahresverlauf den Arbeitsmarkt erreichen wird.