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Pressemitteilung:

Berlin, 10. März 2004

Personal-Service-Agenturen sind ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zum Stand der Personal-Service-Agenturen
Anlässlich der heutigen Unterrichtung durch das BMWA im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit zum Stand der Personal-Service-Agenturen erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Personal-Service-Agenturen (PSA´en) sind und bleiben ein wichtiges und sinnvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument. Der Konkurs von Maatwerk stellt das Konzept der PSA´en nicht in Frage. Die Agenturen für Arbeit arbeiten bundesweit mit mehr als 100 unterschiedlichen PSA-Betreibern zusammen, die durchaus erfoglreich am Markt bestehen.
Zahlreiche Reaktionen auf den Konkurs von Maatwerk aus den Reihen der Betreiber von PSA´en zeigen, dass diese ihr Engagement fortsetzen möchten. Dies unterstützen wir.
Für die Personal-Service-Agenturen ist die Kenntniss des örtlichen Arbeitsmarktes und die Einbindung in lokale Netzwerke für eine erfolgreiche Tätigkeit unabdingbar. Die PSA´en üben im Ergebnis die Funktion eines Fallmanagers aus, wenn es darum geht, die Betroffenen dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren und hierfür die am ehesten Erfolg versprechende Verleihmöglichkeit suchen. Sie leisten eine umfassende Unterstützung der zugewiesenen Personen bei der Aufnahme einer dauerhaften Beschäftigung.
Falsch ist die Behauptung, PSA´en würden durch die Bundesagentur für Arbeit einseitig durch die Zahlung von Honoraren für ihre Tätigkeit begünstigt. Es gibt keine Wettbewerbsverzerrungen. Die vielfach behaupteten Verdrängungseffekte gegenüber der üblichen Leiharbeit sind nicht eingetreten. Die Personal-Service-Agenturen verfolgen vielmehr eine andere Zielrichtung als die reinen Leiharbeitsunternehmen. Nicht die Lösung von Personalengpässen bei den Entleihunternehmen steht im Vordergrund, sondern die endgültige Vermittlung von zunächst probeweise verliehenen PSA-Beschäftigten. Die PSA´en sind keine Aufbewahranstalten, sondern sie vermitteln. Entscheidend ist: Zielgruppen der PSA´en sind Arbeitslose mit individuellen Vermittlungshemmnissen. Die Honorare sind so bemessen, dass sie dies berücksichtigen. Die PSA, welche die ihr zugewiesenen Menschen schnell und erfolgreich integriert, erhält ein höheres Honorar als diejenige PSA, die weniger erfolgreich agiert. Engagement und Initiative werden belohnt.
Die Schlussfolgerungen aus dem Maatwerk-Konkurs werden gezogen. Die Bundesagentur für Arbeit beabsichtigt, das Ausschreibungsverfahren zu ändern. Bei der Vergabeentscheidung sollen künftig die regionale Marktanbindung der Anbieter sowie die Erfahrungen in der Leiharbeit stärker berücksichtigt werden. Die bisherige Gewichtung von Fachkunde, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit einerseits und des Preises andererseits soll zugunsten der Fachkunde geändert werden.


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