Meldung:
Berlin, 17. Februar 2004
Zur Insolvenz der Integrationsfirma Maatwerk
Rückschlag, aber kein Beinbruch
Zur Insolvenz der Integrationsfirma Maatwerk erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Der Insolvenzantrag der Firma Maatwerk ist ein Rückschlag, aber kein Beinbruch. Zwar verlieren kurzfristig circa 10.000 Arbeitslose in Deutschland die Chance auf eine schnelle Wiedereingliederung, das Grundkonzept eines Trägerwettbewerbs ist dadurch aber nicht gefährdet. Die soziale Sicherung der Betroffenen ist gewährleistet, notfalls über das Insolvenzgeld. Sowohl für PSAs als auch für andere Eingliederungsmaßnahmen, die Maatwerk betrieben hat, liegen genug andere Angebote vor. Die örtlichen Agenturen für Arbeit bleiben aufgefordert, zügig neue Verträge zu vergeben, um den betroffenen Arbeitslosen zu helfen. Sofort ansprechen kann man die zweiten Bieter des Ausschreibungsverfahrens. Soweit die Betroffenen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung tätig sind, können die Verträge für die Überlassungsdauer weiter laufen.
Die Auftragsvergabe erfolgt im freien Wettbewerb, sie ist mit unternehmerischem Risiko verbunden. Die PSAs haben offensichtlich keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber der normalen Zeitarbeit. Behauptungen von zu großzügigen Zahlungen der Arbeitsagenturen, die nur den Trägern zugute kämen, sind widerlegt. In einer Marktwirtschaft sind Insolvenzen nie auszuschließen.