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Verl/Berlin, 19. Juli 2011

Jusos besuchen Brandner in Berlin

SPD-Abgeordneter berichtet über Griechenland-Krise und Atomausstieg
Die Verler Jusos informierten sich bei Klaus Brandner (zweite Reihe, Bildmitte) im Bundestag
Nicht in der gemeinsamen Heimatstadt Verl, sondern im Berliner Bundestag besuchten die Verler Jungsozialisten den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner. Gemeinsam mit Jusos aus der Nachbarstadt Gütersloh folgten sie einer Einladung ihres Wahlkreisabgeordneten. „Ich finde es toll, dass sich auch in Verl junge Menschen bei den Jusos und in der SPD engagieren“, sagte Brandner, der sich viel Zeit für das Gespräch mit den Jugendlichen nahm.
Lukas Determann fragte Brandner, wie die europäischen Staaten Griechenland retten könnten, obwohl sie doch selbst alle hohe Schuldenberge angehäuft hätten. Der SPD-Abgeordnete bestärkte den jungen Juso in seinem kritischen Blick: „Wir müssen verhindern, dass wir den nächsten Generationen riesige Schuldenberge hinterlassen. Deshalb hat sich die SPD für die Schuldenbremse eingesetzt, die die Bundesregierung ab 2016 zu einem ausgeglichenen Haushalt zwingt.“ Die finanzielle Unterstützung Griechenlands ist für Brandner trotzdem notwendig: „Solidarität ist ein zentrales Standbein der europäischen Idee. Und ohne die deutsche und europäische Hilfe würde Griechenland in eine noch schwerere Krise stürzen.“ Außerdem habe gerade die deutsche Wirtschaft vom Handel mit Griechenland profitiert: Wenn Griechenland die Krise überwinde, werde dort auch die Nachfrage nach deutschen Produkten wieder steigen.
Unmut äußerten die Verler Jusos über den gerade verabschiedeten Atomausstieg der schwarz-gelben Bundesregierung. „Die wenig durchdachten Konzepte von CDU, CSU und FDP zeigen, dass die Regierung inhaltlich nicht in der Lage ist, die Energiewende zu organisieren“, findet auch Brandner. Politisch falsch ist für ihn, dass die Regierung „das Potenzial dezentraler und regionaler Energieversorgung“ verkennt. „Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Röttgen setzen einseitig auf neue Großnetze“, kritisiert er. Zu kurz komme hierbei auch die direkte Einbindung der Bürger, wie es die SPD für große Infrastrukturprojekte fordert.


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