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06. Februar 2012 - 10. Februar 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
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05. März 2012 - 09. März 2012

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IG Metall

aktiver Gewerkschafter

Nach fast 35 Jahren Beschäftigung bei IG Metall wurde Klaus Brandner im November 2007 aus dem aktiven Dienst der IG Metall verabschiedet.


„Kaum einer verkörpert den Anspruch an Solidarität und Zusammenhalt besser als Klaus Brandner“, so der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber in seiner Festrede bei der Verabschiedung von Klaus Brandner. Mit seinem Aufstieg zum Parlamentarischen Staatssekretär verlöre die IG Metall "einen Gewerkschafter, der das Herz am rechten Fleck und viel für die Arbeitnehmer bewegt hat".


Bundesarbeitsminister Olaf Scholz freute sich über seine Entscheidung, Klaus Brandner ins Ministerium geholt zu haben. Er würdigte die Fähigkeit des Verlers zum Kompromiss, seine Durchsetzungskraft, seinen Gestaltungswillen, aber auch seine "Ruhe im stürmischen Berliner Politikbetrieb".

Der ehemalige Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Firma Miele, Peter Krüger, erinnerte in seiner Rede an über 40 Jahre gemeinsamer Vergangenheit. In dieser Zeit sei Klaus Brandner der "solidarischen Auseinandersetzung niemals ausgewichen".
„Du hast dich für die Menschen hier eingesetzt, deine Handschrift ist besonders bei Miele zu finden.“
Nur wer sich selbst bewege, könne andere bewegen - damit er dies auch in Berlin nicht vergesse, schenkte Peter Krüger Klaus Brandner zum Abschied eine selbst gefertigte Skulptur.


In seiner Funktion als 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gütersloh hat Klaus Brandner sich massiv für den Erhalt von Arbeitsplätzen eingesetzt. Durch Ideen und Gestaltungsansprüche hat er dazu beigetragen, dass Beschäftigte nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen, sondern in einer Beschäftigungs- und Transfergesellschaft aufgefangen wurden. Ohne die Stigmatisierung der Arbeitslosigkeit und durch besondere Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichte dies den Beschäftigten den Transfer in neue Arbeitsverhältnisse. Dies betraf insbesondere auch Betriebe mit einem hohen Anteil von weiblichen Beschäftigten, denen wegen der fehlenden Grundqualifikation ohne solche Unterstützungs- und Weiterbildungsmaßnahmen Langzeitarbeitslosigkeit gedroht hätte.

Besonderes Augenmerk galt Klaus Brandner daher immer der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung. So setzte er sich dafür ein, dass neue Berufsbilder entwickelt wurden, die den zukünftigen Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung tragen sollten. Klaus Brandner war und ist überzeugt davon, dass nur durch umfangreiche Ausbildungsmaßnahmen und auf der Grundlage einer breit angelegten Ausbildung die persönliche Mobilität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewahrt bleibt. So verhinderte er, dass im Kreis Gütersloh flächendeckend anstatt einer dreieinhalbjährigen Ausbildung nur noch zweijährige Ausbildungsgänge – zum Beispiel zum Teilezurichter – durchgeführt wurden.

Um der Ausbildungsnot von jungen Menschen auch praktisch zu begegnen, gründete Klaus Brandner zusammen mit Berufsausbildern, Lehrern und Betriebsräten den gemeinnützigen Verein „BAZ – Berufsbildung, Ausbildung und Zukunftsorientierung“, um Jugendlichen eine Vollzeitausbildung in außerbetrieblicher Form zu ermöglichen. Die vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel wurden später von Stadt und Kreis Gütersloh und dem Unternehmerverband übernommen und anhand der ausgearbeiteten Konzepte erhielten zahlreiche Jugendliche eine Vollzeitausbildung zum Bürokaufmann bzw. zur Bürokauffrau.

In zahlreichen Unternehmen, die durch Insolvenzverfahren oder Krisen ins Strudeln geraten sind, arbeitete Klaus Brandner an konstruktiven Lösungen mit, die immer zum Ziel hatten, einen großen Teil der Beschäftigung zu sichern und die Unternehmen so aufzustellen, dass sie zukünftigen Anforderungen am Markt gewachsen sind. U.a. konnten Arbeitsplatzverluste größeren Umfanges in Betrieben und Unternehmen und einige drohende Betriebschließungen durch Klaus Brandners persönlichen Einsatz abgewendet werden; so zum Beispiel in der Firma Werkzeugbau Pauli in Harsewinkel-Marienfeld, der Neuenkirchener Eisengießerei Wulf in Rietberg oder in den Westfalia-Werken in Rheda-Wiedenbrück, deren Erhalt wesentlich dem beherzten Eingreifen Klaus Brandners und seiner umsichtigen und innovativen Hilfe bei der Erarbeitung von praktikablen Konzepten zu verdanken ist. Bis zu seinem Ausscheiden setzte er sich immer wieder – zuletzt in der Fensterbau-Firma Tryba-Reckendrees – mit großem persönlichem Engagement für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region ein. Der persönliche Einsatz, die innovativen Ideen, verbunden mit der Kooperations- und Kompromissbereitschaft von Klaus Brandner werden immer auch von Arbeitgeberseite in höchstem Maße anerkannt.


Links:
IG Metall Gütersloh
Dokumente:
Festrede von Berthold Huber zur Verabschiedung von Klaus Brandner

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